Spitzenleichtathletik in Luzern

Es war mein drittes Rennen über die 3000m Hindernis diese Saison. Im Juni hatte es einen guten Einstieg in Oordegem gegeben (8:50 min), zehn Tage später in Dessau einen bitteren Absturz (ich bin mir mit der Zeit bis heute nicht ganz sicher).

In Luzern wollte ich jetzt auf das gute Rennen in Oordegem aufbauen und meine Saisonbestleistung unterbieten. Mit meiner Zeit aus dem Juni war ich in der Meldeliste an vorletzter Position, ein gutes Zeichen, denn wo viele Schnellere sind ist das Niveau hoch genug um gute Zeiten zu laufen.

Leider sah das auf dem Papier besser aus als im Rennen. Wobei es gut losging: vom Start weg blieb ich am Ende des Feldes und lief bei etwa 2:54 Minuten beim ersten Kilometer vorbei. Auf dem zweiten Kilometer wollte ich Boden gut machen und das gelang mir gut, ich überholte zwei Läufer und machte mich auf die Verfolgungsjagd. Der Nachteil: die nächsten Läufer hatten schon etwa 80 Meter Vorsprung, angeführt von einer afrikanischen Führungsgruppe.

Dementsprechend einsam war das restliche Rennen dann. 5:52 Minuten zeigte die Uhr bei der 2000m-Marke. Damit war ich voll im Soll -trotzdem konnte ich das Rennen nicht so beenden, wie ich mir das vorgestellt hatte. Vom Gefühl her habe ich die letzten zwei Runden nochmal attakiert, um auf einen langsamer werdenden Israeli aufzulaufen. In der Analyse nach dem Rennen sagten die Rundenzeiten am Ende leider etwas Anderes. Endzeit: 8:57,67 Minuten.

In dieser Saison haben die Rennen noch nicht so zusammengepasst. Ich bin aber zuversichtlich, dass das dieses Jahr noch klappt. Am besten beim nächsten Rennen: den Deutschen Meisterschaften am 26. Juli in Ulm.

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