Rückblick 2012/13: März-Mai

Im März und April wollte ich nochmal eine richtig gute Trainingsphase hinlegen, so wie mir das schon im November/Dezember gelungen ist. Direkt nach den Bayerischen Crossmeisterschaften ging es dann mit meiner Trainingsgruppe ins Traininslager nach Albufeira/Portugal. Danke auch an dieser Stelle nochmal an meine Begleiter: Susanne Lutz, Mario Wernsdörfer, Alois Fuchs, Christoph Schabbehard, Andrea Lutz, Johannes Spielberger und Marvin Dierker.

Leider lief das Trainingslager gar nicht nach Plan: Schon am vierten Tag hatte ich etwas Probleme mit meiner Knochenhaut, da der Schmerz sich aber ganz langsam ankündigte und man im Trainingslager vielleicht nochmal mehr motiviert ist, trainierte ich noch zweimal damit weiter. Das war dumm, die erste Woche kam ich zwar noch auf 120 Kilometer, in der zweiten waren es dann nur noch 60 Kilometer. ABER: Mein Fuss war wieder hergestellt und ich konnte wie geplant am Kaiserdomlauf Bamberg teilnehmen. Das ist ein 10-Kilometer-Lauf in Bamberg.

Eine Runde hatte ich dort Konkurrenz durch einen Äthiopier, der strich dann aber auch die Segel und ich konnte das Tempo alleine nicht ganz halten. Ich lief 31:08 Minuten, was für die etwas kalten Bedingungen ganz ok war.

Eine Woche später war ich dann für einige Tage im Trainingslager an der Ostsee, das da ohne Ende Schnee lag und das Training dementsprechend war erwähne ich hier nur am Rande, weil ja schon die ersten Wettkämpfe näher rückten. Die Trainingslager-Woche an der Ostsee waren 120 Kilometer. Es folgten: 107-160-80 (mit 5000m Testlauf – zu windig, war nur ein Trainingslauf) -120-90 Kilometer.

Am Ende der letzten Woche war dann am Samstag der Weltkulturerbelauf (WKEL) in Bamberg. Der Lauf war wohl der (positiv)emotionsgeladenste der ganzen Saison. Ich gewann über die hüglige 10,9 Kilometer Strecke vor etwa 40000 Zuschauern am Streckenrand. Wahnsinn.

Lange konnte ich das aber gar nicht genießen, denn beim Regensburger Rolf-Watter-Sportfest startete ich schon wieder über 1500m. Diesmal auf der Bahn und nur eine Woche nach dem Straßenlauf auf Bambergs Kopfsteinpflaster musste ich jetzt 3 3/4 Runden im (nahezu) Höchsttempo um die Bahn rennen. Der Unterschied vom Tempo war enorm und ich bin nicht ganz zufrieden aus dem Rennen gegangen. Nur vier Tage später stand ich wieder an einer Startlinie. Diesmal in Koblenz und über 5000 Meter. Der Startschuss fiel zur Primetime und die Stimmung war hervorragend. Während wir unsere 12 1/2 Runden drehten knipsten die Veranstalter das Flutlicht an.  Ich beendete den Lauf mit einer Bestzeit und konnte mich zum ersten Mal seit langer Zeit mal wieder so richtig freilaufen, über den Schmerz hinweg, weiter mit Vollgas.

 Langsam nahm ich Fahrt auf. Ich erholte mich zehn Tage von dem 5000er und gab mir noch einen Versuch über meine Unterdistanz, die 1500m. Bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften wurde ich Dritter. Leider ohne offizielle Zeit, da eine Windböe die Zeitnahme mit einem Stoß außer Gefecht setzte.

Der Mai endete mit meinem schlechtesten Rennen der Saison. Über 3000m Hindernis wollte ich es jetzt richtig wissen. In Dessau bekam ich einen Startplatz und konnte dort im internationalen Feld auch super mitlaufen. Meine Beine fühlten sich gut an und trotzdem kam ich nicht ins Ziel. Magenprobleme trafen mich überraschend wie ein Schlag mit der Klobürste. Nach 1900 Metern war das Rennen für mich beendet.

Nach einer Woche im Ausland werde ich mich zurückmelden und meinen Rückblick weiterschreiben. Bis dahin eine gute Zeit. 

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