Ich gab alles…

Raus aus dem Wassergraben - Foto: Ludwig Lutz

Raus aus dem Wassergraben – Foto: Ludwig Lutz

…und konnte doch nicht alles geben. Die Beine waren überfordert, vom Tempo, das am Anfang nicht zu schnell war (2:53 Minuten auf den ersten Kilometer). Trotzdem sollte es bis in die letzte Runde das schnellste Tempo sein, das ich laufe. Woran es lag, lässt sich schwer erklären. Der in den letzten Tagen einsetzende Heuschnupfen hat mir bestimmt Kraft geraubt, auch in meiner Ernährung bin ich etwas aus dem Rhythmus gekommen. Und einige Altlasten musste ich ja auch noch mitschleppen: Vorige Woche bin ich in Dessau leider nicht ins Ziel gekommen, deswegen hatte sich der Fokus für das Rennen in Regensburg bei der Sparkassen-Gala etwas geändert. Ich wollte gut durchkommen, einen soliden Wettkampf abgeben und natürlich ins Ziel kommen. Mir fehlte ja auch noch bis gestern die Quali für die Deutschen Meisterschaften in Ulm Anfang Juli.

Die Qualifikation bin ich mit dem Rennen von gestern gelaufen. Es war eigentlich kein Wettkampf. Es war vielmehr ein schlaffer Trainingslauf, der mich etwas hadernd zurücklässt. Ich bekam nicht nur von meinem Vater das Feedback, dass ich von Anfang an kraft- und spannungslos aussah. So fühlte es sich leider auch an und ich hatte lange Zeit im Rennen den Gedanken im Kopf doch einfach aufzuhören. Gut das ich diesem nicht nachgegangen, oder nachgelaufen bin. Nachgelaufen bin ich dafür einigen Gegnern, die ich sonst gut im Griff haben sollte. Zum Glück konnte ich in der letzten Runde nochmal einige meiner Kräfte mobilisieren und mir zumindest den Bayerischen Meistertitel holen. Ist ja auch etwas.

Ob ich jetzt tatsächlich alles gab? Ich weiß es nicht. Ich kann sicher schneller laufen, als die Zeit von gestern Abend. Das zu tun ist jetzt der nächste Schritt. Dafür habe ich jetzt nochmal einige Wochen zum Trainieren. Und dann geht s nach Ulm, zu den Deutschen Meisterschaften, zum nächsten Hindernisrennen.

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