Deutsche Hochschulmeisterschaften 3. Platz

Deutsche Hochschulmeisterschaften 2013    Foto: Jörg Stäcker

Deutsche Hochschulmeisterschaften 2013 Foto: Jörg Stäcker

Auf dem Papier sah es vor dem Start des Rennens nicht danach aus, als hätte ich große Chancen auf eine Podestplatzierung. Aber deswegen rennt man dann ja auch noch und nimmt nicht die Ergebnisse aus der Meldeliste. Ich war im schnelleren von zwei Zeitendläufen. Nach dem Startschuss habe ich mich etwas weiter hinten im Feld eingeordnet, ich wollte im Windschatten laufen, weil es doch teilweise recht starke Böen bis auf die Bahn schafften. Ich konnte mich also, vom Wind weitestgehend verschont, im Feld verstecken und so mit einem sehr guten Gefühl mitlaufen.

Bis 300 Meter vor Schluss. Richard Ringer ist schon einige Meter vor dem Feld und verabschiedet sich von seinen Verfolgern. Ich überhole ein, zwei Läufer. Jetzt habe auch ich mit dem Gegenwind auf der Gegengraden zu kämpfen. Ich bin an Position drei. Das wäre die Bronze-Medaille, doch ich komme dem Zweitplatzierten näher. Während ich mit dem Läufer vor mir kämpfe, der jetzt wieder etwas zu Kräften gekommen ist und schneller wird, hat die Zeitmessung 80 Meter vor uns andere Probleme.

Eine Windböe hatte sich unter das Zeitnahme-Zelt geschlichen und packte dann mit aller Kraft die Beine des Zeltes und warf den ganzen Pavillon um. Das Zelt fällt also, auf die Zielkamera und reißt gleichzeitig den Stecker der Zeitnahme. Die Uhr bleibt bei 3:33 Minuten stehen. Und läuft auch nicht mehr weiter.

Ich bin als dritter ins Ziel gekommen und sehr zufrieden mit dem Rennen. Viel besser als noch vor zwei Wochen in Regensburg. Das Tempo hat sich richtig gut angefühlt und ich konnte im Endspurt doch einige Läufer besiegen. Aber wie war denn jetzt meine Zeit. Ic weiß es nicht. Es ist tatsächlich in unserem Lauf die komplette Zeitmessung ausgefallen.

Nach dem Rennen wurden die Läufer des ersten und schnelleren Laufes zusammengeholt. Es wurde uns erklärt, dass der Lauf nicht gewertet werden kann. Viele Trainier und Betreuer haben zwar mit gestoppt, aber das zählt natürlich nicht. Also könne man den Lauf in einigen Stunden wiederholen, ansonsten müsse der Deutsche Hochschulmeister aus dem langsameren zweiten Lauf ermittelt werden. Da die Läufer aus dem ersten Lauf nicht nochmal laufen wollten, da viele auch möglichst bald nach hause fahren wollten, sah es also so aus, als ob der Lauf nicht gewertet würde.

Die ersten drei des schnelleren Laufes wurden dann aber doch zur Siegerehrung gerufen. Die Zeit des zweiten Laufes war deutlich langsamer und so einigten sich die Offiziellen also auf diese Version der Problemlösung. Für mich war das natürlich eine gute Lösung. Ich bekam meine Urkunde und durfte aufs Podest. Lediglich eine Zeit fehlt auf der Urkunde. Mein Landestrainer stoppte für mich 3:51 Minuten, andere 3:49 Minuten. Ich denk mir eine 3:50 und freu mich drüber!

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