Hammer!

Über 3000m nur ein Schatten meiner Selbst

Über 3000m nur ein Schatten meiner Selbst

 

Nein, das war nichts. Ich warte auf den Pizzaboten und bin mir sicher: Das Rennen war nicht das, was ich eigentlich drauf habe. Ich bin mir da so sicher, so sicher, wie ich weiß: Die Pizza werde ich wieder selber schneiden müssen, obwohl ich es oft gesagt habe: „Bitte schneiden!“

Der Startschuss in der, viel zu warmen, Münchner Werner-Von-Linde Halle viel und ich musste mich nicht sonderlich bemühen, um in den Genuss der ersten Position zu finden. Darauf hatte ich mich eingestellt: Wenn ich die Qualifikationszeit für die Deutschen Meisterschaften laufen möchte (8:14 Minuten), dann muss ich auch etwas für das Tempo tun. Gedacht, getan. Für den ersten Kilometer brauchten wir 2:44 Minuten, also gut im Soll. Ich fühlte mich auch gut bis dahin und hatte keine großen Schwierigkeiten das Tempo zu laufen.

Der erste Kilometer war rum und es setzte sich auch mal einer meiner Konkurrenten an die Spitze. Clemens Bleistein (LG Stadtwerke München) machte von nun an das Tempo. Nach einer Runde wollte er mich wieder vorbei lassen, ich hatte aber schon Mühe an seinen Fersen zu bleiben und Clemens musste weiter vorne laufen.

Zwischen der Kilometermarke und 1400 Metern ging meine Laufwelt den Bach runter. Das Tempo an der Spitze wurde nicht schneller und trotzdem bekam ich meine Beine nicht mehr hoch. Ich konnte nicht mehr folgen. 10 Runden, die Uhr zeigt 5:36 Minuten an, ich bin sechs Sekunden hinter der Quali-Zeit her. Kilometer zwei in 2:52 Minuten.

Irgendwo in der Halle stand der Mann mit dem Hammer. Der hat mir ordentlich eine übergebretzelt. Kilometer drei in 3:00 Minuten. Eigentlich Jogging-Tempo, gestern die Rettung ins Ziel. Vierter Platz. Hallensaison, ade! Planung für die nächsten Wochen ist schon überarbeitet, morgen geht es weiter!

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