Asche zu Asche


Laufbahn in Kenia  Foto: photorun.net

Laufbahn in Kenia Foto: photorun.net

Asche zu Asche und Asche zu Aschenbahn. Auf dem Weg quer durch Deutschland zu Wettkämpfen, Leistungsdiagnostiken oder Trainingslager sehe ich sie immer wieder: Aschenbahnen. Meistens sind sie in einem sehr schlechten Zustand. Das Fußballfeld, das von der Bahn umringt wird wuchert über die Spielfeldkante auf die innerste Laufbahn. Unkraut will auf die Rundbahn aus Asche und Kinder bauen ihre Sandburgen auf Bahn drei und vier.

Viele dieser Bahnen verkommen und faulen vor sich hin. Dabei könnten sie vor allem Läufern als perfekte Trainingsbahnen dienen. Das selten Bestzeiten auf dem weichen Untergrund gelaufen werden können ist klar. Trotzdem hat der Untergrund große Vorteile. Selbst die mäßig gepflegte Laufbahn am Rand von Bamberg bietet einen Untergrund der fest genug ist, um sich gut abzudrücken und dennoch weicher als die harte Tartanbahn im Stadion. Wer auf den 400 Meter Runden so lange läuft, bis einem schwindelig wird freut sich über den weichen Untergrund der Aschenbahn. Die  Knochen werden geschont und zusätzlich werden Bein- und Fußmuskulatur gestärkt, weil sie die kleinen Unebenheiten der Bahn ausgleichen müssen. Wer diese Vorzüge sieht kann auch die etwas langsameren Zeiten verkraften und freut sich dann über den noch besseren Vortrieb, den die Kombination aus leichten Wettkampfschuhen und der aggressiven Laufbahn aus Tartan bietet.

Mal sehen, ob ich nach meiner aktiven Karriere als Läufer, dann als Gärtner durch die Lande ziehe und Aschenbahnen vom Unkraut befreie. Dafür, das noch mehr Generationen auf den weichen Bahnen ihre Trainingsrunden drehen können.

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