Und täglich grüßt…

…das Murmeltier. Phil Connors wacht immer wieder am selben Tag auf, am 2. Februar Tag des Murmeltiers. Das passiert wochenlang. Bis der arme Phil aus seiner Endlosschleife befreit wird. Natürlich durch die Liebe. Durch wen auch sonst, Hollywood hat die Liebe als Lebensretter abonniert, wahrscheinlich sogar als Flatrate.

Und täglich grüßen mich meine Laufschuhe. Noch leicht feucht von der letzten Einheit, oder sehr kalt, weil sie über Nacht eingefroren sind und durch meine Füße aufgetaut werden. Und täglich grüßen mich die gleichen Laufstrecken. Auf der Suche nach Alternativen scheitere ich an … mir. Mir gefällt es, die gleiche Runde zu laufen, zumindest ab einem bestimmten Zeitpunkt. Ich mag es zu wissen, dass ich nur noch fünf Kilometer bis nach Hause habe. Ich kenne die Steigungen, weiß ab wann ich schneller laufen kann, ohne das ich es später bereuen werde.

Und trotzdem überlege ich, während meine GPS-Uhr auf der Suche nach einem Satelliten ist, wo ich jetzt entlang laufen soll. Es ist noch früh, 7:30 Uhr, ich könnte im Wald laufen. Heute Abend wird es dafür zu dunkel sein. Oder ich laufe am Kanal, schön flach. Morgens sind die Hunde noch verschlafen und noch nicht bereit für die Jogger-Jagd. Oder eine Runde durch die Stadt? Ja, durch die Stadt wäre gut. Nein doch nicht, die Schüler, die Schüler werden immer etwas hysterisch, wenn ich in meinen Laufhosen an ihnen vorbeischnaufe. Mir werden Zigaretten, Pausenbrote und auch einmal ein Bier angeboten. Meistens lehne ich dankend ab. Muss ja laufen. Laufen und laufen und laufen undsoweiterohnePunktundKommaundauchohneLeerzeile

Meinem Ziel der 480 Kilometer in 21 Tagen komme ich näher. Die letzten zwei Wochen habe ich 310 Kilometer gesammelt. Weiter gehts.

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