Krafttraining: Episode 1


Erste Versuche im Kraftraum: Kniebeugen

Erster Einstieg ins Krafttraining: Kniebeugen 2009

Krafttraining, was fällt mir ein? Liegestützen, Sit-Ups, Käfer. Drei Übungen, super ich fange an. Liegestützen: Eins, zwei, drei, vier,…fünf……sechs….sechs…einhalb……..siebeeeeen, und schon kein Bock mehr. Keine Lust auf Sit-Ups. Die Übung vom Käfer lasse ich auch mal sein für heute. Ich muss zugeben, ich fand Krafttraining ziemlich langweilig. Besser: Krafttraining ödete mich dermaßen an, ich war mir sicher, ich würde dadurch langsamer werden. Wenn’s bei allen klappen sollte, bei mir bringt es nichts. Punkt.

Mittlerweile hat sich das gestörte Verhältnis zwischen mir und all den Hanteln und Medizinbällen verbessert: Ich berühre sie ab und an. Mehr so im Vorbeigehen. Krafttraining-To-Go. Einmal die Yoga-Matte knutschen und der Körper ist stabil wie ein Brett. Das wäre so schön. Ich bin lange gelaufen, ohne mir überhaupt Gedanken über meine Kraft zu machen.

Jetzt weiß ich: Ohne gehts nicht. Das Gefühl, wenn der Muskelkater grade so im Bauch steckt, dass das Lachen noch schmerzhaft, ein aufrechter Gang aber wieder möglich ist. Das ist herrlich. Voller Energie springt man förmlich von Schritt zu Schritt, der Laufschuh kommt kaum noch hinterher. Stell Dir vor, Du musst mit einem vollgefederten Mountainbike den steilsten Berg in deiner Stadt hoch und dann stell Dir vor, Du versuchst das gleiche nochmal mit einem Rennrad. Das Rennrad ist einfach steifer, fester, die Kraft wird besser übertragen. Warum nicht auch aus unserem Körper ein Rennrad machen?

In meiner Trainingswoche haben unterschiedliche Komponenten des Krafttrainings Platz gefunden. Diese möchte ich euch in den nächsten Wochen vorstellen. Und jetzt seid so nett und stellt das Rennrad in die Ecke, erstens wird es draußen rutschig, zweitens kalt und drittens seid ihr am Berg doch sowieso schneller als die Radler. Ab heute erfreuen wir uns alle am Geruch von kaltem Stahl, Eiweißshakes und Muskelzuckungen beim Einschlafen.

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