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Andi Dreitz und mein Triathlon

Als ich gestern vorm langen Dauerlauf noch etwas gefrühstückt habe, konnte ich einen Sportler anfeuern, den ich jetzt schon seit vielen Jahren immer wieder auf Laufwettkämpfen sehe: Andi Dreitz.

Während sich Andi beim 70.3 Triathlon in Bahrain durch einen Wildpark quälte, beugte ich mich über mein Müsli, ganz nah an den Laptop Bildschirm.
Andi Dreitz war auf dem Fahrrad wiedermal allen davongefahren und bis ins Ziel musste er nur noch den starken Michael Raelert vorbeilassen. Andi wurde in einem Weltklassefeld Zweiter.

Da habe ich mich gefreut. An dieser Stelle Glückwunsch an Andi Dreitz, für eine super Saison 2014!

Mit den motivierenden Bildern im Kopf war der „Lange“ dann auch nicht so schlimm.
Wer mich mal beim „triathlieren“ (wie sagt man das?) sehen will, sollte sich das Video ansehen. Ganz großer Sport. Leider bin ich während meiner schwächsten Disziplin auch noch gestürzt. Dem Laufen.

Schöne Woche, hoffentlich bleibts trocken, dass niemand stürzt!

Ja, beim Laufen…

Ja ich bin beim Laufen geflogen. Der Schlamm hat sich zwischen den Fingern festgesetzt und einedicke Dreckschicht an meiner Uhr hinterlassen, dass es eine wahre Freude war.

Doch dem kleinen Malheur gingen ja auch viele Minuten voraus, die sich weniger unangenehm anfühlten, wenn auch ähnlich feucht. Am Sonntag um 11:55 Uhr knallt die Pistole des Starters und ich tauche meinen Kopf unter, rudere mit den Armen, um … ja, um was eigentlich zu machen? Mein erster Triathlon war soeben gestartet und ohne große Vorbereitung bin ich an den Start gegangen, um in heimischen Gewässern und um auf bekannten Wegen die Herausforderung „Triathlon“ anzunehmen. Neoprenanzug, Zeitfahrlenker und viele gute Tipps habe ich mir aus meinem sportlichen Bekanntenkreis geborgt. Ich schwimme los, ein zwei Züge mit den Armen. Kopf unter Wasser. Kopf aus dem Wasser – atmen. Es ist besser, ich schlucke das Wasser gleich, wenn es mit der Luft in meinen Mund kommt. Man spart sich röchelndes Husten.

Die Schwimmstrecke geht erstaunlich schnell vorbei und die netten Herren von der Organisation ziehen mich aus dem Wasser. Nach zehn wackeligen Schritten hat sich mein Gleichgewichtssinn wieder gefangen und ich kann „meinen“ Neoprenanzug öffnen. Den Wechsel habe ich am Abend zuvor noch im Wohnzimmer geprobt und auch mit müden Armen komme ich aus dem „Sams-Kostüm“ schnell raus.

Radfahren macht mir Spaß. Rauf aufs Velo und volle Kraft voraus. Hände weg von Bremse und Schaltung, Rücken grade Blick nach vorne und treten. Das Gefühl der Beschleunigung mit der eigenen Kraft auf dieser einfachen Maschine: unbeschreiblich (und bezahlbar). Mein Plan war, auf dem Rad auch eine kleine Verpflegung einzunehmen. Endlich Wasser aus der Flasche, die Brühe aus der Regnitz war fad und grün. Die Farbe vom Gel, das ich mir ans Rad geklebt habe ist nicht definierbar. Ich muss mich opfern und das Zeug runterwürgen. Die erste Ladung geht zwar in die Luftröhre, aber da wirds schon keinen Schaden anrichten.

Das es geregnet hat, während ich über die Dörfer um Bamberg fahre, ärgert mich doppelt. Erstens, weil es auf nassen Straßen mit 1,5cm breiten Gummischläuchen  bei 40 Km/h deutlich unangenehmer zu manövrieren ist. Zweitens, weil meine Laufschuhe, als ich in der Wechselzone vom Rad komme, zwei Tage auf der Heizung vertragen könnten und keine zehn Kilometer an meinen Füßen. Aber da müssen die eben auch mal durch.

Der Laufteil macht dann richtig Spaß, ja … ich bin ausgerutscht in einer Kurve, aber es war rutschig. Echt!

Als 29. aus dem Wasser, als 17. vom Rad runter, als 5. ins Ziel. Neben dem Spaß, den ich bei einer super Veranstaltung hatte, auch noch eine gute Platzierung. – Es war eben doch eine wahre Freude!

Schwimmen-Radln-Laufen

Ich fahre schon immer gerne Fahrrad. In die Schule: drei Kilometer, jeden Morgen eine Bergetappe und dann „ausschwitzen“ bis zur großen Pause. Zum Zivildienst: zwölf Kilometer, umziehen und dann Schule aufsperren.

Drei Mal wurde ich angefahren: „Hey sorry, aber ich hab grad nicht hingeschaut…“. Na dann kann ich es verstehen, ich würde es auch persönlich nehmen wenn derjenige, der mich anfährt auch noch hingeschaut hat.

Schwimmen habe ich an der Ostsee gelernt, Kraulen und atmen ohne Mundspülung. Beim C-Kader Lehrgang in Zinnowitz. Dann noch im Sport-LK ein Halbjahr Schwimmkurs.

Und weil ich auch noch laufen kann freue ich mich, dass dieses Jahr kein Bahnwettkampf mit dem Bamberger Triathlon kollidiert und starte am Sonntag über die Olympische Distanz. Ich freue mich über alle Zuschauer und über alle Mitstreiter in den drei Disziplinen. Solange ich wieder aus meinem Neoprenanzug rauskomme wird es bestimmt ein interessanter Wettkampf.