Schlagwort: Sommer

36° und es wird…

… noch heißer. Nix da, noch heißer geht es gar nicht. Kann ich mir nicht vorstellen.

Noch nie lagen die zwei Trainingseinheiten, die ich am Tag absolviere so weit auseinander. Ab 9 Uhr geht der Wahnsinn ja schon los, die Laufschuhsohle klebt am Boden, wie die Zunge am Kaktuseis. Also: Früh raus, oder gar nicht.

Und dann? Die Zweite Einheit ab 20 Uhr. Zur Tagesschau werden die Laufschuhe geschnürt. Der Bamberger Hain bietet genug Schatten. Zudem werden die Tage schon wieder kürzer und die Sonne verabschiedet sich schon kurz nach dem Einlaufen. Ab Runde drei ist die Sicht schon so schlecht, dass Fahrradfahrer zur Lebensbedrohung werden.

Am Ende. Hose, Trikot, Pulsgurt: alles Nass. Unglaublich still um 21.30 Uhr. Ein Vater schiebt seinen Nachwuchs im Kinderwagen in den Schlaf. Ich leg mich auch schlafen.

Der Sport nimmt viel, gestern hat er wieder mal etwas zurückgegeben. Die Sicht über das Wasser, die Erschöpfung und die Stärke in dem Moment, in dem die Stoppuhr anhält. Ich habe es geschafft.

 

Training gestern:

14,8 km 3:34 min/km Gymnastik und 4x Steigerungsläufe

Ruhe vor dem Sturm

Nicht dran denken, nicht dran denken, nicht dran… Mist, schon passiert!

Ich laufe ein ins Stadion in Bochum. Noch ein, zwei Steigerungen, einmal übers Hindernis.

Dann der Pfiff, das Signal zum Aufreihen. Schulter an Schulter, der Ellebogen sucht den Kontakt zum Nebenmann-der muss mich ja stützen, sollte ich hinfallen.

„Auf die Plätze…“

Alles nur Kopfkino. Aber das Adrenalin schießt trotzdem in die Beine. Ich versuche solche Momente möglichst oft aufzuschieben. Keine Energie, keine Gedanken verschwenden. Deutsche Meisterschaften am 16./17. Juni in Bochum/Wattenscheid. Noch gut eine Woche und ich suche die Ruhe, die Ruhe vor dem Sturm.

Sommer – Saison

Die Eisheiligen gönnen uns wohl die nächsten Tage nochmal kühle Luft, die ersten Hitze-Tage haben sich aber schon angekündigt. Tolles Wetter, das hauseigene Thermometer zeigt unglaublich Werte an und der Dauerlauf um sieben Uhr morgens wird zur Tortur, weil man im Wäschekorb daneben greift und etwas langärmliges überzieht.

Am besten ist das Wetter, wenn man die wärmste Zeit des Tages umgeht. Eine Siesta von 10 Uhr bis 19 Uhr. Das wäre es. Dann kann man abends immer noch herrlich schwitzen und sich durch die Fliegenschwärme am Ufer entlang des Kanals kämpfen. Wann also Trainieren, was trainieren?

Von einem zeitweiligen Trainingspartner hörte ich mal, das in Kenia nach dem 6 Uhr Lauf das zweite Training schon um 10 Uhr beginnt. Ist das vielleicht eine Möglichkeit? Ich könnte mir vorstellen in einer Zwischen-Trainingsphase nach den Deutschen Meisterschaften diesen Tagesrhythmus mal zu erkunden. Wer macht mit?