Kategorie: Training

#FragCoachFelix: Wie gestalte ich meine Rennwoche?

Felix Hentschel, Ingalena Heuck, Laufen, Lauftraining, Bamberg

Am Samstag habe ich ein 10km Rennen, wie gestalte ich die letzten paar Tage davor?

Viele LäuferInnen und TriathletInnen trainieren monatelang auf einen Wettkampf hin. Im Training geht alles ohne Probleme, doch dann kommt die Wettkampfwoche und die große Unsicherheit macht sich breit: Wieviel muss ich noch trainieren? Mache ich jetzt zu viel? Was ist zu wenig?

Du musst Dir vorstellen, dass der Wettkampf ja auch „nur“ eine sehr harte Trainingseinheit ist. Vielen Sportlern geht es so, dass sie sich nach einer Ruhephase bei den ersten härteren Trainingseinheiten sehr schwer tun. Und so ist es auch oft bei einem Wettkampf.

Hier findet ihr einen typischen Aufbau meiner Wettkampf Woche, wie ich sie bei einem Laufwettkampf anwenden würde: (die Woche vor der Wettkampfwoche ist in der Regel weniger umfangreich, als die Wettkampfwoche)

  • Montag: Längere Tempoläufe, die Intensität ist eher gering z.B. 3x2000m mit 2′ Trabpause im Halbmarathon Zieltempo +4x400m im 10km Zieltempo mit 60 Sekunden Trabpause.
  • Dienstag: Lockerer Dauerlauf, 6xSteigerungen und z.B. Medizinballwürfe.
  • Mittwoch: Letzte, kurze Tempoeinheit (z.B. 12x200m im 10km Zieltempo).
  • Donnerstag: Mittlerer Dauerlauf, danach Steigerungen oder frei.
  • Freitag: Kurzer Dauerlauf mit Endbeschleunigung, und 3-6x 100m Steigerungen danach.
  • Samstag: Wettkampf
  • Sonntag: Kaffee und Kuchen.
  • Natürlich musst Du diesen Wochenplan noch auf das Trainingspensum anpassen, dass Du gewohnt bist. Aber Du siehst, dass vor allem in den Tagen vor einem Rennen immer wieder schnellere Abschnitte gelaufen werden, wie die 200er oder auch die Steigerungen nach dem Dauerlauf am Tag vor dem Rennen.

    Ich freue mich, wenn ich Dir helfen konnte. Wenn Du noch Fragen hast, dann schreib mir doch einfach eine Nachricht! Ansonsten gutes Training und bis bald!

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    Gute Vorsätze off – Routinen on

    Ich hoffe Ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen und freut euch auf die nächsten Tage, Wochen, Monate!
    Ein neues Jahr ist die Chance neue Routinen zu beginnen.
    Ich würde sie an Eurer Stelle nutzen! Für mich gibt es in meinem Leben als Leistungssportler in der Regel zwei bis drei “Einschnitte” im Jahr, die mir geholfen haben neue Routinen einzuführen.
    Das ist im Herbst die Saisonpause, im Frühling das erste Trainingslager und dazwischen der Jahreswechsel.

    Was meine ich mit Routinen? Aus sportlicher Sicht kann das zum Beispiel sein, dass ihr beginnt euch jeden Abend mindestens 15 Minuten zu dehnen, oder das ihr die Blackroll entstaubt und dreimal (wie ihr habt keine eigene Rolle im Büro???) am Tag für fünf Minuten eure “Problemstellen” bearbeitet.

    Ich hab mich bisher wie die Katze um das heiße Blechdach geschlichen und den Begriff “gute Vorsätze” bewusst vermieden. Irgendwie schwingt in diesem Begriff das Scheitern schon mit.
    Routinen im Gegensatz dazu können uns helfen unsere Vorhaben wirklich längerfristig umzusetzen. Denn, wenn wir es einmal geschafft haben eine Routine wirklich in unseren Alltag zu integrieren, dann kostet es uns viel weniger Mühe das dann auch umzusetzen.
    Wenn es einfach so ist, dass ihr abends, bevor ihr ins Bett geht nochmal für 15 Minuten ein kleines Dehn-Programm macht, dann ist das eben so. Ihr macht es einfach und ihr verschwendet keine Energie mit euch auszuhandeln, wann ihr jetzt vom Sofa hochkommt, oder ob.

    Klar kann es einige Zeit dauern, bis sich so eine Routine etabliert hat, aber ihr schafft das, ich bin mir sicher.

    Mein Pro Tipp: Schreibt euch auch diese Ziele in euren Trainingsplan. Am Ende der Woche in einer Excel jede Spalte ausfüllen zu können, oder am Whiteboard, oder einer Tafel ein grünes Häkchen setzen zu können, kann euch dabei helfen. Ich bin ein großer Fan davon Ziele zu visualisieren und auch solche Routinen zu etablieren kann ein kurz- oder mittelfristiges Trainingsziel sein.

    Und leichter ist auch das natürlich, wenn ihr nicht alleine seid. Einmal die Woche vor der Arbeit laufen? Verabredet euch mit einem Freund oder einer Freundin, wenn es dann mal schwer fällt rauszukommen, wird euch das auf jeden Fall auch motivieren.

    In diesem Sinne, viel Spaß beim Training und ich freue mich, wenn Euch meine Tipps weiter bringen!