Kategorie: Training

Lauf in den Herbst – mit Stolz!

Longrun, Bamberg, Felix hentschel, laufen

Einmal zu lange geschlafen und schon ist der Sommer vorbei. Der morgendliche Dauerlauf beginnt jetzt im Dunkeln und endet im Betongrau. Zwei Felder auf der Farbtafel würden da reichen und man hätte das gesamte Spektrum des Herbstes abgedeckt. Aber nein, so schlimm ist es dann auch wieder nicht.

Ich springe einem Schüler aus dem Weg, er ist auf einem Tretroller unterwegs zur Schule. Seine Kaputze hing ihm über den Augen, gesehen hat er mich nicht. Da trägste so viele Reflektoren an den Laufklamotten, dass schon vorweihnachtliche Stimmung aufkommt und trotzdem wirste fast überfahren.

Nach dieser Nahtoderfahrung bin ich jetzt auch wach und der zweite Kilometer wird schon deutlich schneller. Ich bin jetzt auch im Stadtpark angekommen. Um diese Uhrzeit ist hier eigentlich niemand unterwegs. Klar, der ein oder andere ist ja fast so verrückt wie ich und man läuft sich entgegen. Wir nicken uns voller Respekt zu. Die Laufwege in Bamberg sind schon deutlich dünner besiedelt, seitdem das Wetter nicht mehr ganz so rosig ist.

Und das ist eben auch das Schöne am Herbst. Die Blätter legen uns den roten Teppich aus, der uns direkt in den Winter führt. Die Läufer und Läuferinnen die jetzt noch draußen sind, bereiten sich vielleicht auf einen Frühjahrsmarathon vor, oder haben andere große Ziele. Wir sind die Harten, die die bei Wind, Regen und Schnee trotzdem rausgehen und Kilometer sammeln.

Natürlich beschweren wir uns auch über das Wetter und laufen lieber bei subtropischen Temperaturen. Aber wir sind halt trotzdem draußen. Für Viele unvorstellbar, für uns ganz normal!

Auf geht’s – wir sehen uns draußen!

„Schluss mit dem Quatsch…

LG Bamberg, Deutsche Meisterschaften, Leichtathletik, Nürnberg, 2015, 3000m Hindernis, Hindernislauf, Felix Hentschel
…jetzt wird Geld verdient!“ Oder so ähnlich. Zumindest geht heute das neue Uni-Semester los. Für mich werden es einige stressige Monate, denn ich will meinem Bachelor-Abschluss einen großen Schritt näher kommen. (Wenn alles gut geht, schaff ich’s vielleicht auch schon dieses Semester.)
Die ersten Wochen waren solide.

Ich kann noch keine Wundertaten aus den ersten vier Trainingswochen berichten und das ist auch gut so. Als ich im letzten Herbst die ersten Mails mit meinem Trainer Steve Magness gewechselt habe, war uns schnell klar, dass ich daran arbeiten muss, längere Trainingsphasen mit guten Trainingseinheiten realisieren zu können. In den Jahren zuvor hatte ich oft mal eine „Bomben-Einheit“, die dann aber auch Schaden und Müdigkeit für ein, zwei Wochen hinterlassen hat. Jetzt trainiere ich ausgeglichener, aber in der Summe öfter auf hohem Niveau.

Der Marathon rückt näher.

Aber nicht für mich. Ich betreue im Moment zwei Athleten, die beim Frankfurt-Marathon an den Start gehen werden. Mario Wernsdörfer macht sich auf die Jagd nach seiner Bestzeit (2:27:21 Stunden) und Alois Fuchs peilt bei seinem Debut den Vierer-Schnitt auf den Kilometer an. Da steigt von Woche zu Woche auch bei mir die Aufregung. Auf das Rennen in Frankfurt freue ich mich aber auch, weil solche Events immer total viel Energie ausstrahlen. Nicht nur die unzähligen verbrannten Kalorien der Läufer, sondern auch die gute Stimmung und die Anspannung vor dem Rennen motiviert mich, auch wenn ich nur Betreuer und Zuschauer bin.

Schnupfen ist überwunden.

Lange habe ich angekämpft gegen eine aufkommende Erkältung. Dann war die Nase aber trotz Zink und Ingwertee am Samstag so zu, dass ich einen Tag auf’s Training verzichten musste. Mit näselnder Stimme habe ich in Nürnberg einen Vortrag über meine Vorbereitung und das Leben als Läufer halten können. Ich glaube keiner der Übungsleiter, der Vortrag war im Rahmen einer Weiterbildung, ist während des Vortrags eingeschlafen und ich habe mich sehr über die kniffligen Fragen gefreut. Mir ist wiedermal aufgefallen, wie hoch der Wert guter Fragen ist!

Wenn ihr mir mal Fragen stellen wollt, scheut euch nicht mir eine Mail zu schreiben, oder kontaktiert mich über die Social Media Kanäle!

Frohes Neues (Trainings-)Jahr

Ich wünsche mir heute ein frohes, neues Trainingsjahr.

Zwei Wochen habe ich pausiert und mich vom Beginn dieser zwei Wochen schon auf den heutigen Tag gefreut. Von meinem Trainer Steve Magness habe ich gestern meine erste Trainingswoche für die Saison 2015-2016 bekommen.

Heute beginnt also erneut ein 48-wöchiges Abenteuer. Neue Trainingseinheiten, neue Vorsätze, neue Wettkämpfe. Irgendwie ist am Anfang einer Saison immer alles neu. Auch wenn ich jetzt schon seit über zehn Jahren einigermaßen gut und regelmäßig laufe.

Die nächsten Tage werde ich hier über meine Ziele und Vorhaben für die neue Saison berichten!