Kategorie: Training

Gute Vorsätze off – Routinen on

Ich hoffe Ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen und freut euch auf die nächsten Tage, Wochen, Monate!
Ein neues Jahr ist die Chance neue Routinen zu beginnen.
Ich würde sie an Eurer Stelle nutzen! Für mich gibt es in meinem Leben als Leistungssportler in der Regel zwei bis drei “Einschnitte” im Jahr, die mir geholfen haben neue Routinen einzuführen.
Das ist im Herbst die Saisonpause, im Frühling das erste Trainingslager und dazwischen der Jahreswechsel.

Was meine ich mit Routinen? Aus sportlicher Sicht kann das zum Beispiel sein, dass ihr beginnt euch jeden Abend mindestens 15 Minuten zu dehnen, oder das ihr die Blackroll entstaubt und dreimal (wie ihr habt keine eigene Rolle im Büro???) am Tag für fünf Minuten eure “Problemstellen” bearbeitet.

Ich hab mich bisher wie die Katze um das heiße Blechdach geschlichen und den Begriff “gute Vorsätze” bewusst vermieden. Irgendwie schwingt in diesem Begriff das Scheitern schon mit.
Routinen im Gegensatz dazu können uns helfen unsere Vorhaben wirklich längerfristig umzusetzen. Denn, wenn wir es einmal geschafft haben eine Routine wirklich in unseren Alltag zu integrieren, dann kostet es uns viel weniger Mühe das dann auch umzusetzen.
Wenn es einfach so ist, dass ihr abends, bevor ihr ins Bett geht nochmal für 15 Minuten ein kleines Dehn-Programm macht, dann ist das eben so. Ihr macht es einfach und ihr verschwendet keine Energie mit euch auszuhandeln, wann ihr jetzt vom Sofa hochkommt, oder ob.

Klar kann es einige Zeit dauern, bis sich so eine Routine etabliert hat, aber ihr schafft das, ich bin mir sicher.

Mein Pro Tipp: Schreibt euch auch diese Ziele in euren Trainingsplan. Am Ende der Woche in einer Excel jede Spalte ausfüllen zu können, oder am Whiteboard, oder einer Tafel ein grünes Häkchen setzen zu können, kann euch dabei helfen. Ich bin ein großer Fan davon Ziele zu visualisieren und auch solche Routinen zu etablieren kann ein kurz- oder mittelfristiges Trainingsziel sein.

Und leichter ist auch das natürlich, wenn ihr nicht alleine seid. Einmal die Woche vor der Arbeit laufen? Verabredet euch mit einem Freund oder einer Freundin, wenn es dann mal schwer fällt rauszukommen, wird euch das auf jeden Fall auch motivieren.

In diesem Sinne, viel Spaß beim Training und ich freue mich, wenn Euch meine Tipps weiter bringen!

Lauf in den Herbst – mit Stolz!

Longrun, Bamberg, Felix hentschel, laufen

Einmal zu lange geschlafen und schon ist der Sommer vorbei. Der morgendliche Dauerlauf beginnt jetzt im Dunkeln und endet im Betongrau. Zwei Felder auf der Farbtafel würden da reichen und man hätte das gesamte Spektrum des Herbstes abgedeckt. Aber nein, so schlimm ist es dann auch wieder nicht.

Ich springe einem Schüler aus dem Weg, er ist auf einem Tretroller unterwegs zur Schule. Seine Kaputze hing ihm über den Augen, gesehen hat er mich nicht. Da trägste so viele Reflektoren an den Laufklamotten, dass schon vorweihnachtliche Stimmung aufkommt und trotzdem wirste fast überfahren.

Nach dieser Nahtoderfahrung bin ich jetzt auch wach und der zweite Kilometer wird schon deutlich schneller. Ich bin jetzt auch im Stadtpark angekommen. Um diese Uhrzeit ist hier eigentlich niemand unterwegs. Klar, der ein oder andere ist ja fast so verrückt wie ich und man läuft sich entgegen. Wir nicken uns voller Respekt zu. Die Laufwege in Bamberg sind schon deutlich dünner besiedelt, seitdem das Wetter nicht mehr ganz so rosig ist.

Und das ist eben auch das Schöne am Herbst. Die Blätter legen uns den roten Teppich aus, der uns direkt in den Winter führt. Die Läufer und Läuferinnen die jetzt noch draußen sind, bereiten sich vielleicht auf einen Frühjahrsmarathon vor, oder haben andere große Ziele. Wir sind die Harten, die die bei Wind, Regen und Schnee trotzdem rausgehen und Kilometer sammeln.

Natürlich beschweren wir uns auch über das Wetter und laufen lieber bei subtropischen Temperaturen. Aber wir sind halt trotzdem draußen. Für Viele unvorstellbar, für uns ganz normal!

Auf geht’s – wir sehen uns draußen!