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Trainingsumfang: Wie kurz ist lang genug?

Ich habe letzte Woche auf meiner Facebook Seite eine Umfrage gepostet und möchte auf die Ergebnisse hier mal eingehen. Ich habe gefragt: „Die Saison ist vorbei. Die Analyse des Trainings erledigt. WAS WILLST DU NÄCHSTES JAHR ANDERS MACHEN?“

Wie du siehst, die meisten Athleten wollen im kommenden Trainingsjahr ihren Trainingsumfang steigern.

Ausdauerathleten, egal auf welchem Niveau, neigen dazu immer mehr trainieren zu wollen. Mehr trainieren als letztes Jahr, mehr trainieren, als die Trainingskollegen und auch viel zu oft mehr trainieren, als man eigentlich verträgt. Meistenes endet das dann im Übertraining, oft auch gepaart mit überflüssigen Verletzungen.

Was mich oft wundert: viele Athleten trainieren auch viel mehr, als eigentlich notwendig.

Bei einem meiner Athleten, Mario Wernsdörfer mit dem ich schon sehr lange zusammenarbeite, gibt es aufgrund seiner Arbeitszeiten bei der Polizei kaum eine Woche im Jahr, in der wir mit sieben voll nutzbaren Trainingstagen planen können.

Aus diesem Grund musste ich mich zu Beginn meiner Karriere als Coach damit auseinander setzten, wie ich das, was ich damals als Problem gesehen habe, lösen kann.
Die Frage war immer, wieviel Trainingseinheiten, wieviele Kilometer sind minimal nötig, um das maximale herauszuholen.

Klar ist man als Coach bei vielen Athleten, grade bei denen, die neu im Sport sind, wohl auf der sicheren Seite, wenn man sie einfach mal etwas mehr machen lässt. Aber dabei darf es meiner Meinung nach nicht bleiben.

Immer längere Workouts, immer mehr Wochenumfänge, noch eine Trainingsstunde mehr. Als Trainer haben wir deutlich mehr Möglichkeiten unsere Athleten zu verbessern, als nur durch einen höheren Trainingsumfang.

Manchmal muss ich Athleten, mit denen ich zusammenarbeite auch bremsen und beruhigen: manchmal ist eine Stunde weniger Training gar nicht mal so schlecht.

Das hier soll aber auch kein Verteufeln von hohen Umfängen und großem zeitlichen Trainingsaufwand sein. Ich glaube nur, dass es nicht immer die richtige Antwort ist einfach mehr zu trainieren.

Wenn dir das alles zu viel ist und dich lieber nicht um dein Training kümmern möchtest, übernehme ich das gerne. Infos zu meinen Coaching-Angeboten findest du hier: Felix Hentschel Coaching.

Liebe Grüße und frohes Trainieren – Felix

Neu: Triathlon Coaching

Seit einigen Tagen ist mein Online-Shop, bisher habe ich dort Lauf Coaching angeboten, komplett überholt. Gemeinsam mit Hanna Krauß, die für den Input der Schwimm-Trainingspläne sorgen wird, habe ich ab sofort auch Triathlon Coaching im Repertoire.

Felix Hentschel und Hanna Krauß bieten Triathlon Coaching an.

Hanna betreut mich mittlerweile als Schwimmtrainerin seit etwas mehr als einem Jahr und wir haben große Fortschritte gemacht. Im Laufe des Jahres durfte ich Hanna auch beim Coaching anderer Sportlern beobachten und bin mir sicher, dass sie die richtige Ergänzung sein wird, um in dieser Kombination gute Trainingsbetreuung anbieten zu können.

Unsere Überzeugung:

Uns ist es wichtig, dass du uns und deinem Trainingsplan vertraust, denn nur dann können wir gemeinsam erfolgreich sein. Das Vertrauen kann man nur im persönlichen Kontakt und durch gute Kommunikation aufbauen. Deswegen hast du bei allen Coaching-Paketen auch direkten Kontakt mit uns, deinen Coaches.

WIE FUNKTIONIERT DAS TRIATHLON COACHING?

Wir starten unsere Zusammenarbeit mit einem persönlichem Gespräch, via Skype/Facetime, oder einem Telefonat. Dabei erarbeiten wir deine Ziele heraus, einigen uns auf Trainingshäufigeiten und deine Trainingsumfänge, die du bereit bist zu absolvieren, um deine Ziele zu erreichen.

Uns ist wichtig, dass wir wissen, welche Trainingsbedingungen du hast. Kannst du auf eine Laufbahn, wie sind die Öffnungszeiten deines Schwimmbads und welche anderen Verpflichtungen hast du im Alltag, die dein Training beeinflussen.

iPhone Mock Up TrainingPeaks

Wir arbeiten mit der Coaching-Software TrainingPeaks. Darüber bekommst du deinen Trainingsplan und alle Trainingseinheiten mit Tempobereichen und detailierten Beschreibungen der Trainingseinheit.

Über die Software gibst du uns auch Feedback, wie die Trainingseinheiten gelaufen sind, so können wir dein Training schnell analysieren und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen.

Für Wettkämpfe geben wir dir Hilfe bei deiner Ernährungs- und Pacing-Strategie. Außerdem findest du im Locker Room unsere Video-Bibliothek mit Kraft- und Gymnastik-Übungen.

Wenn du Interesse am Triathlon Coaching hast, dann findest du die Coaching-Pakete im Shop und wenn du noch Fragen dazu hast, dann schick mir doch einfach eine Nachricht.

Liebe Grüße und frohes Training – Felix

Sieg beim Medwork Triathlon Höchstadt

Triathlon Höchstadt 2018 Felix Hentschel auf dem Rad

Der Medwork Triathlon Höchstadt ist der einzige Triathlon, bei dem ich jetzt schon dreimal an den Start gegangen bin.

2016 habe ich den Wettkampf einfach mal mitgemacht, um Spaß zu haben und mal zu sehen, was da so geht beim Triathlon. Im Jahr drauf hat sich dann doch einiges getan und ich ging als „waschechter“ Triathlet an den Start und konnte mir den Sieg holen. Dementsprechend war die Freude natürlich groß, dass ich den Sieg beim diesjährigen Medwork Triathlon Höchstadt verteidigen konnte.

Der Wettkampf diente mir aber vor allem nochmal als ein sehr intenisver Trainingsreiz, auf dem Weg zum Ironman Italien am 22. September. So ein Wettkampf ist da echt super, um mal aus dem Trainingstrott rauszukommen und mal richtig auf die Tube zu drücken. Das geschieht im Langdistanz-Training ja eher selten.

Schwimmen

Die 1500m sind wir im Schwimmbad geschwommen. Ich bin nach 21:55 Minuten aus dem Wasser gestiegen. Da hatte ich etwa 1:30 Minuten Rückstand auf den führenden Mann und noch ein paar Sekunden mehr auf Hanna Krauß, die führende Frau und meine Schwimmtrainierin.


Radfahren

Ich hatte schon damit gerechnet, dass ich mit einem recht großen Rückstand aufs Rad steigen werde, deswegen war mir klar: ich muss auf dem Rad echt Gas geben. Und das habe ich dann auch gemacht.

Meine erste Runde bin ich bei 304 Watt NP gefahren, und war damit 41,7 km/h schnell. Dadurch konnte ich dann auch nach etwa 23 Kilometern auf den Führenden Michael Kalb aufschließen. Die zweite Runde war dann mit 297 Watt NP und 41,3 km/h etwas langsamer. Ich habe immer wieder versucht Michael abzuschütteln. Gelungen ist mir das allerdings nicht.


Laufen

Diesmal gelangen mir sogar die Wechsel relativ zügig (sonst ist das nicht so meine Stärke) und ich ging als Führender auf die Laufstrecke. Ich hatte mir vorgenommen mal richtig schnell loszulaufen, um dann zur Hälfte der Laufstrecke etwas Druck rausnehmen zu können. Nach dem Bike-Split waren die Beine aber doch schon ganz schön angeschlagen und so richtig gut ging es dann doch nicht mehr.

Relativ konstant bin ich dann die 10,2km (ich habe meine Stopuhr gleich beim Loslaufen in T“ gestartet) in 33:42 Minuten gelaufen, was einer 3:19er Pace entspricht. Gesamt blieb die Zieluhr für mich bei 1:53:46 Stunden stehen. Damit bin ich sehr zufrieden.


Statistiken

  • 1500m Schwimmen in 21:55 Min.
  • 1:28 min/100m
  • 37,8km Radfahren mit 343hm
  • 300w NP – 41,4km/h 
  • 10,2km in 33:42 Min.
  • 3:19 min/km

6. Platz beim Ironman 70.3 Zell am See

Beim Ironman 70.3 Zell am See am Wochenende bin ich Sechster geworden – damit bin ich ziemlich zufrieden.

Schnee auf der Radstrecke

Weil über Nacht auf Teilen der Radstrecke Schnee gefallen ist, wurde aus dem Triathlon dann leider ein Swim and Run.

Die erste Hälfte der Radstrecke bin ich am Freitag noch abgefahren. Eigentlich fährt man etwa 8km ziemlich steil bergauf und hat den höchsten Punkt dann auf etwa 1200m erreicht.

Darauf folgt eine sehr steile Abfahrt, etwa 3km lang und nochmal etwa 12km leicht bergab. Keine Chance das bei den etwa vier Grad am Wettkampftag gut absolvieren zu können.

„The bike is cancelled!“

Die Entscheidung der Veranstalter war definitiv die richtige. Der Start verschob sich um zwei Stunden, die Distanzen blieben die selben.

Der beste Schwimm-Part des Jahres

Ich konnte mich diesmal in einer guten Schwimmgruppe halten, was mich echt gefreut hat. Mein Gefühl war aber die meiste Zeit echt mies, bzw. „es war einfach recht zäh.“

1900m in 27:18

Ich hatte auf den ersten Florian Angert vier Minuten Rückstand, als ich nach 27:18 Minuten aus dem Wasser kam.

1:11:08 Halbmarathon

Ich konnte mich dann vom 17. Platz noch bis auf den 6. Platz vorlaufen. Der Start war aber so brutal, mein Puls schoss bis auf 197 in die Höhe.

Gefühlt bin ich Weltrekord-Pace gelaufen. 3:27 Min/km war die Pace, die dann auf der Uhr stand. Etwas langsamer als Weltrekord Tempo.

Die Uhr blieb im Ziel dann bei 1:11:08 Stunden stehen. Damit hatte ich die dritt-schnellste Laufzeit. Da hatte ich die anderen im Vorfeld etwas unterschätzt, muss ich zugeben.

Schlimmster Muskelkater

Bis heute kann ich Treppen nicht vorwärts runter gehen. Bei der Kälte sind mir am Sonntag auf den letzten 4km dermaßen die Oberschenkel zugegangen – hatte ich in der Art auch noch nicht dieses Jahr.

Unterm Strich war’s ein guter Wettkampf. Beim nächsten Rennen dann aber hoffentlich wieder mit Fahrrad.

Felix