9. Platz beim Ironman 70.3 Marbella

Wow, was war das für eine spannendes Rennen beim Ironman 70.3 Marbella. Für mich war es mein erstes Rennen im Profi-Feld und ich konnte mich bis auf den 9. Platz vorkämpfen.

Felix Hentschel beim Start des Ironman 70.3 Marbella

Der Ironman 70.3 Marbella wurde dieses Jahr das erste Mal ausgerichtet. Ich kann euch sagen: eine Reise dahin lohnt sich. Die Aussicht vom Schwimm-Start ist wirklich Phänomenal.
Die Berge im Hinterland sind zwar auf dem Rad sehr fordernd, auf den 90km sammelt man 1400 Höhenmeter, die Beine können sich aber besonders auf der schnellen und einfachen Abfahrt am Ende des Bike-Splits ganz gut erholen.
Zurück in der Wechselzone, die ist ziemlich lang – ich finde das ganz gut, geht’s beim Laufen dann von Puerto Banus an der Promenade entlang in Richtung Marbella. Zweimal darf man sich die Jachten im Hafen anschauen, denn die 21km teilen sich in zwei Runden auf.

Mit der Startnummer 59 war ich an vorletzter Stelle des Profi-Feldes gesetzt und hab mich beim Schwimm-Start dementsprechend weit hinten einsortiert. Der „Sprint“ von der Startlinie bis ins Wasser kam mir entgegen. War aber mit 20m zu kurz, um meine läuferische Stärke ausspielen zu können.

Die Startphase im Wasser war schnell und fair. Keine fiesen Schläge, kein Ziehen. Alles gut. Ehrlich gesagt, wollte ich in einer Gruppe landen in der ich grade so mitschwimmen kann. Ich habe aber einfach zu früh aufgehört mit vollem Druck zu schwimmen. Mein Fehler.
Dementsprechend war die Gruppe dann so, dass ich ziemlich locker schwimmen konnte und mich gegen Ende der Strecke an die Spitze setzen konnte. Da muss ich noch an mir arbeiten.

Auf dem Rad habe ich dann vor allem zu Beginn viel auf meine Watt-Werte geschaut. Zwar hatte ich gehofft, besonders an den steilen Anstiegen auf dem ersten Viertel der Radstrecke viel Boden gut machen zu können, wollte aber auch nicht überziehen. Ich war etwas überrascht, dass ich grade auf dem zweiten Teil der Strecke noch einige Profis vor mir einsammeln konnte, das macht so ein Rennen natürlich auch auf mentaler Seite einfacher. Mein Cube Areium C:68 ist auch richtig gut gerollt, kurzum: das hat richtig Spaß gemacht!

Bike Split: 282 Watt Normalized Power bei 89,17km und 36,4km/h im Schnitt auf der Garmin.

„Vier Minuten auf Zehn, vier Minuten auf Zehn“, hat mir Susi zugebrüllt, als ich in die Wechselzone kam. Ach ja, auch beim Wechseln ist noch Potential da…
Laufschuhe anziehen, Gels schnappen und ab geht’s. Es war ziemlich windig, das hatte ich auch auf dem Rad schon gespürt. Jetzt beim Laufen war es noch extremer, die ersten Kilometer mit Rückenwind gingen ziemlich locker in 3:20er Pace, oder sogar schneller.
Die 21km habe ich dann eben genutzt, um von Platz 19 grade noch unter die Top-Ten zu kommen. War ein hartes Stück Arbeit, aber die Motivation ist natürlich mega, wenn man weiß, dass die letzte Disziplin die beste ist und somit konnte ich mir beim Ironman 70.3 Marbella den 9. Platz sichern

Geärgert hat es mich schon, dass die ersten beiden schneller waren als ich. Ich hatte schon mit der schnellsten Laufzeit geliebäugelt. Also: weiter trainieren.